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Sommer RECAP - das Karusell der Mitbewohner und die besten Momente, die man bei Facebook nicht reinstellt

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Ich möchte mit euch ein bisschen von unserem Sommer zeigen. Der Sommer ist hier in Gemeinden, anders als in Deutschland, die intensivste Arbeitszeit. Hier bedeutuet "Urlaub"  nicht "Reise", sondern "wirklich frei haben". Wir nutzen diese Zeit, um Menschen zu begegnen, bevor sich jeder wieder in der eigenen Höhle verkriecht. Hier ein paar Eindrücke: Am Anfang des Sommers wurde uns eine nette Kaninchendame vorbeigebracht. Die bisherigen Besitzer wollten sie beim Umzug nicht mehr mitnehmen. Wir haben ein offenes Herz für jedermann, der Hilfe oder Platz braucht und so ist sie bei uns geblieben. Jaina und ihre 2 Menschen wohnte mehrere Monate bei uns. Und da wir ein offenes Herz und ein offenes Haus haben, kriegten wir auf ähnliche Art und Weise andere Mitbewohner. Ein junges Paar samt Katze brauchte ein vorübergehendes Zuhause. Es war ein nettes Miteinander, die junge Frau hat für alle gekocht, und als ihre Schwangerschaft immer problematisch...

Modernes Kinderlied

In Lettland wird das Singen wertgeschätzt. Man sieht es nicht nur in unserem Freundeskreis oder an dem kürzlich spontan stattgefundenen Karaokeabend bei uns, sondern auch auf der Landesebene. Alle 5 Jahre findet ein Sängerfest statt. 30000 traditionelle Tänzer und Sänger treten auf. 2 Jahre davor überlegen viele einem Chor beizutreten um dabei sein zu dürfen. Die Tickets sind sofort weg. Mehr dazu einfach hier: ein Beitrag aus dem deutschen Fernseher. Es gibt etwas ähnliches für Kinder und Jugendliche. Und noch etwas Ähnliches in einem viel kleinerem Rahmen - für die Kinder der Freikirchen. Mehrere Wochen lernen sie neue Lieder und dann Anfang Mai treten sie auf. Ich bin immer dafür, dass die Sprache in Kirchen genau die selbe ist wie die auf der Straße. Deswegen teile ihr hier mit euch dieses Kinderlied. Es wurde während einer Freizeit zusammen mit den Kindern entwickelt um ihre Welt zu erschließen. Gott ist größer als die Kilometer Die ich zur Schule zurücklegen muss Gott is...

Zu schnell gerichtet

In Lettland ist das Reisen zwischen Städten sehr angenehm. Es fahren Reisebusse, oft gibt es Wi-Fi. Das einzige unangenehme könnten die Mitfahrer sein. Und das ist bekanntlich nicht selten der Fall. Ich steige ein. Ich setze mich neben einer Frau. Wir fahren und ich bemerke, dass sie Videos auf Facebook anschaut - mit Lautstärke an! Ohne Kopfhörer! Unglaublich, dachte ich. So viel Anstand muss man haben, dass man im Bus die Kopfhörer benutzt. Ich weiß nicht mehr wie es in Bochum war, aber in Lettland macht man so etwas nicht. In dem Video geht es darum, wie man einen Kuchen backt. Oder etwas über Make-Up. Nicht übel, aber will ich es mir anhören? Ein Erwachsener sollte sich in der Öffentlichkeit benehmen können.. Ich richte schnell. Plötzlich klingelt ihr Handy. Ein Videoanruf? Ich habe noch nie gesehen dass jemand diese Funktion benutzen würde. Sie geht ran. Und dann verstehe ich. Sie ist taubstumm. Sie benutzt die Zeichensprache und das Handy gibt ihr endlich die Möglichkeit Me...

BigHomeforEveryone

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*ich habe einen nicht veröffentlichten Post gefunden. Liest nun meine Gedanken und Situation vor fast einem Jahr. Die Untermieter haben sich geändert, das Prinzip nicht* BigHomeForEveryone So heißt unser WLAN. Ist eigentlich ein guter Einfall von Mairs. Denn genau das ist es. Letztes Jahr gab es schon einen Post mit diesem Label. Nun ist die Zeit da zu aktualisieren. Hier wohnen immer noch wir zwei. Und Tida, unsere erste Kätzin.  Und Kili, der kein Kätzchen mehr ist, sondern der "dicke Kater". Auf dem Bild: er und seine ..... Pflegetochter. Uns sind im Frühjahr 2 Kätzchen zugelaufen und da ich gerade wenig Zeit hatte mich um neue Besitzer zu kümmern, sind die bei uns geblieben. Und ich wollte schon immer eine gestreifte Katze haben. Der kleinen Meryl Streep (Wortspiel: streep-"Streifen") ist aber noch nicht aufgefallen, das Kili keine Milch produziert. Ach was, nuckeln kann man trotzdem. Ihr Bruder wird schon zu einem stattlichen Kater und ist der ...

ein Sonntag-Abend-Update

Ich merke, dass in der letzten Zeit viel weniger auf diesem Blog veröffentlicht wurde. Einerseits hängt es damit zusammen, dass wir sehr viel zu tun haben und manchmal es kaum schaffen. Vielleicht kommt noch ein Eintrag, warum es so ist. Aber andererseits - wir haben uns an dem Leben hier gewöhnt. Anfangs war alles spannend und wunderbar und besonders - und so entstanden viele gute Posts. Aber jetzt ist alles normal und Routine. Auch die Wunder Gottes, auch Sein Eingreifen. Wir erleben es, und wir erleben es oft. Doch komischerweise führt es uns nicht zu immer größeren Staunen, sondern zu Gewöhnung. Das ist falsch. Ich möchte Sein Wirken sehen und für alles dankbar sein. Zum Beispiel, heute: Seit mehreren Tagen ist unser Kater Kili weg. Eigentlich hat er  schon mal so eine viertägige Wanderung gemacht. Aber ich mache mir langsam Sorgen. Wir wollen schon ins Auto steigen und nach Ieriki fahren als ich ein leises Miau hörte. Kurzerhand entschloss ich mich zu Hause zu bleiben un...

Wohnwoche in Ieriki

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die wunderbare Idee einer Wohnwoche haben wir in Deutschland abgeguckt. Es ist eine super Möglichkeit Zeit mit Teens zu verbringen ohne auf die Ferien warten zu müssen. Man bekommt einen tieferen Einblick in ihrem Alltag und kann den Glauben in dem "normalen Leben" integrieren. Ich war überrascht, dass manche von ihnen erst um 6 Uhr oder später nach "Hause" kamen. Meiner Meinung nach ist es eine sehr große Belastung für ein KIND. Energie haben sie ohne Ende und die Vereine geben die Mäglichkeit etwas sinnvolles mit der Zeit anzufangen. Aber wenn der Abend knapp für die Hausaufgaben reicht, mache ich mir Sorgen. Das Kind (und Teenager SIND den emotionalen Bedürfnissen nach noch Kinder) erlebt tagsüber nicht nur Schönes. Die ungenügende Note in der Musikschule muss bearbeitet werden. Wie viele positive Impulse bekommt so ein Teenager am Tag? In der Schule: ihr könnt nichts und ihr seid dumm. Zu Hause: du sitzt zu lange am Computer. Du hast wieder dies und jenes nich...

Ein Gottesdienst in Januar

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Teens haben den Gottesdienstraum für Maris geschmückt. "Alles Gute zum Geburtstag, Maris" steht auf dem Banner. Päckchen aus einem Kindergarten in Issum wurden verteilt. Die Freude war riesig! Justine kommt aus einer kinderreichen Familie. Sie wohnen auf dem Land in der Nähe von Ieriki. Sie (6) und ihre Brüder Sandijs und Oskars (10) sind für das Holz reinholen zuständig. Da kommen die warmen Sachen sehr passend. Oskars schreibt DANKE