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Sommer RECAP - das Karusell der Mitbewohner und die besten Momente, die man bei Facebook nicht reinstellt

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Ich möchte mit euch ein bisschen von unserem Sommer zeigen. Der Sommer ist hier in Gemeinden, anders als in Deutschland, die intensivste Arbeitszeit. Hier bedeutuet "Urlaub"  nicht "Reise", sondern "wirklich frei haben". Wir nutzen diese Zeit, um Menschen zu begegnen, bevor sich jeder wieder in der eigenen Höhle verkriecht. Hier ein paar Eindrücke: Am Anfang des Sommers wurde uns eine nette Kaninchendame vorbeigebracht. Die bisherigen Besitzer wollten sie beim Umzug nicht mehr mitnehmen. Wir haben ein offenes Herz für jedermann, der Hilfe oder Platz braucht und so ist sie bei uns geblieben. Jaina und ihre 2 Menschen wohnte mehrere Monate bei uns. Und da wir ein offenes Herz und ein offenes Haus haben, kriegten wir auf ähnliche Art und Weise andere Mitbewohner. Ein junges Paar samt Katze brauchte ein vorübergehendes Zuhause. Es war ein nettes Miteinander, die junge Frau hat für alle gekocht, und als ihre Schwangerschaft immer problematisch...

Ein Gottesdienst in Januar

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Teens haben den Gottesdienstraum für Maris geschmückt. "Alles Gute zum Geburtstag, Maris" steht auf dem Banner. Päckchen aus einem Kindergarten in Issum wurden verteilt. Die Freude war riesig! Justine kommt aus einer kinderreichen Familie. Sie wohnen auf dem Land in der Nähe von Ieriki. Sie (6) und ihre Brüder Sandijs und Oskars (10) sind für das Holz reinholen zuständig. Da kommen die warmen Sachen sehr passend. Oskars schreibt DANKE

ein ordentlicher lettischer Winter

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Über Silvester hat uns eine ordentliche Kältewelle erwischt. Maris war zu der Zeit in Deutschland auf dem Mission-Net Kongress. Madara hat den ganzen Tag nur geheizt, aber da sie nicht alle Feinheiten des Ofens kannte, wurde es nie über 18 Grad im Haus. Morgens, natürlich, war es noch kälter. Und der Heizkörper im Schlafzimmer streikte. Die Lösung - eine Matraze im wärmsten Zimmer des Hauses:im Arbeitszimmer. Sonstige Erlebnisse - hier in Bildern. Es fing mit einem plötzlichen starken Schneefall an Und dann war alles mit einer dicken Schneedecke bedeckt Unser Krebs hat sich vor Schreck gehäutet Seine leere Hülle wurde ordentlich für das Museum präpariert Der Nachbarskater, der draußen bleiben muss, sucht Wärme in unserem Haus Nicht nur Wärme, sondern zu großer Überraschung für unsere Katzen auch Wasser. Das bekommt man bekannterweise in der Spüle. Wahrschenlich geben die Nachbarn im Wasser, der aber bei diesen Temperaturen (-25) schnell gefriert. Die Kä...

Sommersonnenwende auf einer christlichen Freizeit

Seit Freitag breitet sich eine Feierstimmung in Lettland aus. Der Montag wird als Arbeitstag auf dem nächsten Samstag verschoben, und 23. und 24. sind sowieso frei. In Geschäften dröhnen Lieder mit "Liego, Liego!" als Refrain. Am 23. wird dann ganz Lettland an Lagerfeuer sitzen, Bier trinken, Würstchen braten und singen - bis zum frühen Morgen.  Wir fahren heute zu einer christlichen - evangelistischen Studentenfreizeit. Da werden wir mit Workshops und Seminaren helfen und das Seelsorgeteam bereichern. Auch dort wartet auf uns Lagerfeuer und nicht geschlafene Nächte. Betet, dass wir ein Segen auf dieser Freizeit sein können und dass das Wetter mitspielt (traditionell regnet es während der Sommersonnenwende). 

Rente in Lettland

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Schaue eine Sendung über Rentner in Lettland. 58% der Rentner bekommen eine Rente zwischen 100 und 300 Euro nur 6% der Rentner bekommen mehr als 500 Euro Und dann fragt man, warum Gemeinden keinen eigenen Pastor bezahlen können. Oder das Gemeindehaus renovieren. Ach was, renovieren - mal sehen, wie wir genug Geld für das Holz zum heizen zusammenbekommen. In Ieriki haben wir mehr Menschen, die eher selbst Unterstützung brauchen als dass sie etwas spenden könnten. Ein großer Teil der Gemeinde in Ieriki sind Rentner, die sehr sparsam leben müssen. Und es wird nicht besser. Mit den heutigen Sozialabgaben (von den heutigen Löhnen) kann man keine große Rente erhoffen. Der Vorsitzende der Rentnerföderation sagt: wir produzieren eine Zukunft mit bettelarmen Rentnern.  Dann wird mir klar, wie weise Neukirchener Mission handelt, indem sie für Missionare eine private Rentenvorsorge empfiehlt. Wenn wir lange in Lettland arbeiten werden, wie sollen wir dann von der lettischen R...

Von einem zum anderen

Thema "Gebet" mit Teens. Wir machen einen "Gebetskalender" - wir schreiben unsere Gebetsanliegen auf und beten dafür. Danach werden wir schauen, wie Gott auf unsere Gebete antworten wird . Denn das wird er mit Sicherheit tun. Die Gebetsanliegen von zwei der Mädels sind: Dass ich in allen Fächern am Jahresende mindestens "Genügend" habe. (Ich als ehemalige Gymnasiastin schlage die  Hände über dem Kopf zusammen). Ok, wir schreiben es auf und beten dafür. Und dann wird es praktisch. Schon 3 Sonntage bleiben die Mädchen den ganzen Nachmittag bei uns und beschäftigen uns mit spannenden Themen, die bei mir nostalgische Gefühle hervorbringen: der Satz des Pythagoras, einen Aufsatz schreiben, Pflichtlektüre analysieren und beweisen, dass die Dreiecke gleich sind. Das hat mir wieder gezeigt: Beten ist zwar das erste, was man tun soll, aber nicht das einzige.  Beten für gute Noten? Ja, und Nachhilfe anbieten. Beten für Gesundheit? Ja, und den kran...

Full House

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Wisst ihr noch, es gab so eine Serie? So ungefähr fühle ich mich jetzt. Wie Monta, unsere ehemalige Mitbewohnerin, sagte: entweder habt ihr ein großes Haus und ein großes Herz, oder ihr könnt nicht "Nein" sagen. Ja, eins von beiden, ich weiß es auch nicht. Hier wohne ich. Und Maris. Wer gehört noch fest dazu? Die Tida, unsere zweijährige Kätzin. Nach dem Tod von Tidas Bruder kam Kili, ein kleiner schwarzer Kater dazu. Er ist gerade in dem Alter "gib mir alles her ich werde mit damit spielen und am ende wird alles kaputt sein". Irgendwann hörten wir von 2 Meerschweinchen, die ein Zuhause brauchten. Da ich oft und gerne über Meerschweinchen rede, hat Maris gesagt: die brauchst du. Das heißt: nur zur Hälfte meine Entscheidung. Sanita, eine junge Frau aus der Gemeinde, hatte eine Sorge: wenn sie wieder anfängt zu arbeiten, was wird ihr Hund den ganzen Tag in der kleinen Wohnung machen? Wir haben angeboten ihn bei uns zu lassen. Der Garten ist groß, da ha...

In Deutschland II: Wi-Fi

Lettland mag arm sein, aber eins hat es eindeutig auf einem besseren Niveau - Wi-Fi. Während des Reisedienstes übernachten wir bei vielen verschiedenen Menschen, und nicht alle haben Internet. Gestern brauchten wir eine Adresse zu überprüfen und rechneten ganz lettisch damit, dass irgendwo unterwegs wi-fi angeboten wird. Von wegen. Wenn ich nach Riga zu meiner Fakultät fahre, habe ich wi-fi im Bahnhof in Sigulda oft wi-fi im Bus oder Zug wi-fi im Einkaufszentrum-Bahnhof in Riga wi.fi in der Fakultät. kostenlos! Für Handys wird internet-Flatrate nicht angeboten. Braucht man auch kaum....

Niemand, der Gott sucht....

Sandijs ist der Pastor der "anderen" Gemeinde in Sigulda. Unsere Zusammenarbeit und Freundschaft ist das Schönste, was wir hier in Sigulda passieren konnte. Hier seine Gedanken (leider auf Englisch) von der letzen Woche. Yesterday at men`s group we were discussing the first three chapters of Romans and came to a question - can it be that in today's situation, some biblical texts are no longer valid or applicable?  For example, David said, in the 14 or Psalm 53: "They are corrupt, and their actions are evil; not one of them does good! The Lord looks down from heaven on the entire human race; he looks to see if anyone is truly wise, if anyone seeks God. But no, all have turned away; all have become corrupt. No one does good, not a single one!" But then, trying to list the churches and people of whom one might say the opposite (he/she understands, these are really seeking God, this group/person does good), there came more painful question – why, when we take some...

13, 13, 12

Das sind unsere Teenagermädels in Ieriki: Madara, Marija, Jana. Alle drei haben kräftig in der Kinderfreizeit mitgeholfen und auf ihre kleineren Teammitglieder aufgepasst. Als Dankeschön hat die Gemeinde ihnen eine christliche Freizeit in Gantschauskas spendiert. (Eigentlich hatten wir auch Hintergedanken dabei. Wir wollten, dass sie mehr über den Glauben erfahren und gläubige Gleichaltrige in lockerer Atmosphäre treffen) Sie waren von der Freizeit begeistert! Madara und Marija haben den Wunsch ausgesprochen sich taufen zu lassen. Marija hatte es schon länger im Kopf, da sie aus einer christlichen Familie kommt, für Madara war das eine ganz neue Entscheidung. Wie haben wir uns gefreut! Jana, die "gläubigste" von allen, wollte noch abwarten. Ende August ist das Wasser im Teich nicht mehr angenehm warm, aber sie waren mutig und entschlossen! Gunta, ein 16jähriges Mädchen aus der anderen Gemeinde in Sigulda, das in der Sonntagsschule in Ieriki mithilft, hatte auch vo...

Heute war mein erster Schultag.

Nein, nicht als Schülerin. Auch nicht als Studentin. Als Lehrerin. Oh ja, ich hatte Angst. Aber erst - wie es dazu kam. Im ersten Jahr haben die Studenten Englisch als Fremdsprache. Aber die Englischlehrer? Sie können eine andere Fremdsprache wählen. So kam eine bunte Gruppe von Menschen zusammen - eine hat 6 Jahre Deutsch in der Schule gehabt, ein anderer gar nichts. Natürlich kann die Dozentin keinen vernünftigen Unterricht machen. Deswegen teilt sie die Gruppe und bietet die Anfänger einer Deutschstudentin an. Das wird dann als das Praktikum nächsten Jahres angerechnet. Und ich habe zugestimmt! Was habe ich dabei gedacht! Nein, eigentlich bin ich glücklich damit. Das wird eine super Praxismöglichkeit sein, erstens, weil ich mit Erwachsenen arbeiten will, zweitens, weil ich direkt von Profis lernen kann (die Dozentin wird mit mir alles durchsprechen). Und zeitlich passt es gut - ich komme Dienstags früh, leite eine Unterrichtsstunde und gehe dann zu meinen eigenen Vorlesung...

Die Kinderfreizeit in Ieriki - die Geheimagenten sind los!

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Zusammen mit der KEB (KinderEvangelisationsBewegung) wurde in Ieriki eine echte Kinderfreizeit veranstaltet. Eine "echte" Freizeit bedeutet: ein Mensch war nur für die Papiere und nötigen Vorlagen verantwortlich. Naja, so ist das komplizierte, geregelte Leben heute. Dafür konnten wir aber auch Kinder von nah und fern ruhig einladen. Ach ja, das war eigentlich keine Freizeit, sondern eine AGENTENSCHULE. Da gab es kein Basteln, sondern DIE GEHEIME WERKSTATT, kein Sport, sondern AGENTENTRAINING, keine Bibelgeschichte sondern das Herausfinden des Geheimnisses. Das Geheimnis ist das Gerät Flipper-Flapper, mit dessen Hilfe man der ganzen Welt von Jesus erzählen könnte. Was am Ende dabei rauskam: 27 Kinder haben die Gute Nachricht gehört 3 Lieder wurden gelernt (Bibelverse und die Geschichten werden sie vieleicht vergessen, aber diese Ohrwürmer - niemals) ich werde von einigen Kindern aus der Gemeinde mit "Agent 005" angesprochen mit Hilfe von eigenen Flipper-Flapp...